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Metalldach-Rechner

Berechnen Sie Stehfalz-, Trapez- und Wellblech-Dachbleche, Anschlüsse und installierte Kosten in EUR. Nach DIN 18807, DIN 1991-1-3 und Fachregeln des ZVDH.

Metal Roof Calculator

Estimate panel count, trim lengths, fasteners, and installed cost for a metal roof. Pricing is matched to your locale's currency and contractor rates.

Installed total
28.272 €
Stehfalz, 26 ga
187 €/m²
Cost per year
565 €/yr
over 50-yr life
Roof surface
151.5 m²
76 panels × 5.5 m

Material takeoff

  • 76 panels × 5.5 m
  • Ridge cap: 15 m
  • Eave trim: 30 m
  • Rake trim: 20.2 m
  • Fasteners: 1631 (7 boxes of 250)

Cost breakdown

  • Panels: 10.594 €
  • Trim + flashing: 1.006 €
  • Underlayment: 1.005 €
  • Fasteners: 298 €
  • Labour: 10.912 €
  • Tear-off: 2.483 €
  • Disposal: 1.284 €
  • Permit + overhead: 690 €

Estimate excludes structural reinforcement, decking replacement, snow guards, gutter work, and complex flashings (chimneys, skylights). Add 5–10% contingency for cuts, valleys, and waste on hipped roofs.

Was dieser Metalldach-Rechner ermittelt

Geben Sie Gebäude-Grundriss, Dachneigung, Profiltyp und Materialstärke ein. Der Rechner liefert:

  1. Schräg gemessene Dachfläche in m² für beide Dachflächen eines Satteldachs
  2. Anzahl und Länge der Bleche, abgestimmt auf die Deckbreite Ihres Profils
  3. Anschluss-Aufmaß — Firstabdeckung, Traufblech, Ortgang, Kehlblech in laufenden Metern
  4. Befestigungen — typisch 1 Schraube pro m² bei verdeckter Befestigung, 4–6 pro m² bei sichtbarer
  5. Unterspannbahn-Fläche für die diffusionsoffene Trennlage
  6. Investitionskosten in EUR — Bleche, Anschlüsse, Unterspannbahn, Befestiger, Lohn, Rückbau und Container

Die Preise basieren auf ZVDH-Tarifdaten 2026, Daa.net und MyHammer 2026 Medianangeboten sowie Listenpreisen von Rheinzink, Kalzip, Prefa und Trimo.

Schritt 1 — Grundriss aufmessen

Nehmen Sie den Gebäude-Grundriss, nicht die schräge Dachfläche. Den Neigungsfaktor übernimmt der Rechner.

  • Länge in Firstrichtung
  • Breite quer zur Firstrichtung (Traufe zu Traufe beim Satteldach)
  • Dachüberstände auf allen Seiten dazurechnen (typisch 30–60 cm im deutschen Wohnbau, mehr bei Passivhäusern)

Wer den Überstand vergisst, unterschätzt das Material um 8–12 % bei einem typischen Einfamilienhaus.

Schritt 2 — Profiltyp wählen

ProfilKosten (DE, 2026)LebensdauerGeeignet für
Trapezblech (Stahl, T35/T50)65–95 €/m²40 JahreHallen, Gewerbe, Garagen, einfache Wohnbauten
Wellblech (Stahl)60–85 €/m²35 JahreCarports, Schuppen, landwirtschaftliche Gebäude
Stehfalz aus Stahl (Greencoat, Bemo)95–140 €/m²45 JahreWohnbau-Standard, moderne Architektur
Stehfalz aus Titanzink (Rheinzink, VMZinc)130–190 €/m²80–100 JahreArchitektur, Denkmalschutz, hochwertiger Wohnbau
Aluminium-Stehfalz (Kalzip, Prefa)120–170 €/m²50+ JahreKüstennähe, Industrieumgebung
Kupferdach220–300 €/m²100–150 JahreDenkmal, Sakralbau, Premium-Wohnbau

Trapezblech ist die kostengünstigste Variante für Hallen, Gewerbebauten und einfache Wohnhäuser. T35 und T50 sind die Standardprofile, oft in PVDF- oder PE-Beschichtung.

Stehfalz aus Titanzink ist der deutsche Klassiker — Rheinzink ist die Volumenmarke, VMZinc die französische Alternative. Edle Patinierung, regenwassertaugliche Versickerung (DIN EN 612), volle ZVDH-Anerkennung.

Aluminium-Stehfalz ersetzt Titanzink in maritimen Umgebungen (Nord- und Ostseeküste), wo Salzluft die Zinkpatina angreift. Kalzip und Prefa sind die volumenstärksten Anbieter.

Schritt 3 — Schneelast und DIN 1991-1-3

Deutschland ist in vier Schneelastzonen unterteilt:

  • Zone 1: Norddeutschland, Köln-Bonn — bis 0,65 kN/m² Bodenschneelast
  • Zone 2: weite Teile Bayerns, Sachsen, Niedersachsen — bis 0,85 kN/m²
  • Zone 3: höhere Lagen, Schwarzwald, Erzgebirge — bis 1,1 kN/m²
  • Zone 4: Alpen, Oberbayern, Allgäu — bis 1,9 kN/m² Grundlast (zzgl. Höhenfaktor)

In Zone 3 und 4 immer eine statische Nachweisrechnung nach DIN EN 1991-1-3 durch einen Tragwerksplaner durchführen lassen. Die Lattenabstände müssen den Schneelasten standhalten — bei Trapezblech und Stehfalz auch die Sparrenabstände.

Schneefanggitter sind nach Fachregeln des ZVDH bei Dachneigungen ≥ 45° und über öffentlich zugänglichen Flächen Pflicht. Auch in Zone 2+ über Eingängen und Garageneinfahrten dringend empfohlen.

Schritt 4 — Rückbau, Unterspannbahn, Schalung

Rückbau (Demontage des bestehenden Daches): bei einer Sanierung Ziegel-zu-Metall typisch 8–15 €/m² für Demontage, Verladung und Container. Asbestzement-Eindeckungen (Eternit-Wellplatten vor 1993) erfordern eine Asbestsanierung nach TRGS 519 — zusätzlich 25–45 €/m² und 2–3 Tage Bauzeit.

Unterspannbahn: ZVDH-Fachregel und DIN 4108-3 schreiben eine diffusionsoffene Unterspannbahn vor (sd ≤ 0,3 m). Klöber Permo, Dörken Delta-Vent S Plus, Bauder Dachbahn — alle gängig.

Schalung: bei Stehfalz aus Titanzink und Aluminium ist eine durchgehende Vollschalung (24 mm Nut-und-Feder-Brett oder OSB/3 18 mm) Pflicht. Bei Trapezblech und Wellblech reichen die Sparrenpfetten als Auflager, sofern die Profilstärke die Spannweite trägt.

Trennlage zwischen Schalung und Stehfalzdeckung: strukturierte PE-Trennlage oder selbstklebende Bitumenbahn V13. Verhindert Kondensatkorrosion und reduziert Trittschall.

Schritt 5 — Anschlüsse, First, Kehle

Vollständiges Anschluss-Set:

  • Firstabdeckung auf der gesamten Firstlänge, oft als Lüftungsfirst ausgeführt
  • Traufblech in die Dachrinne (2 × Firstlänge bei Satteldach)
  • Ortgang an jedem Giebel (4 × Sparrenlänge)
  • Kehlblech an jeder Innenkehle
  • Wandanschlüsse an Schornsteinen, Gauben und Brandwänden
  • Schneefanggitter an der Traufe in Schneelastzone 2+

Anschlüsse machen 12–18 % der Materialkosten aus. Bei aufwendigen Walm- oder Krüppelwalmdächern bis 22 %.

Schritt 6 — Kostenrahmen (Deutschland, 2026)

Für ein 130-m²-Satteldach an einem typischen Einfamilienhaus:

SpezifikationGesamtkosten€/m²Hinweis
Trapezblech 0,5 mm, PVDF8.500 – 12.000 €65 – 92 €Günstigste Lösung, sichtbare Befestigung
Stehfalz Stahl, Greencoat12.500 – 18.000 €95 – 140 €Wohnbau-Standard
Stehfalz Titanzink (Rheinzink)17.000 – 25.000 €130 – 190 €Klassiker, lange Lebensdauer
Stehfalz Aluminium (Kalzip)16.000 – 22.000 €120 – 170 €Küstennah, salzbeständig
Kupfer-Stehfalz28.000 – 39.000 €215 – 300 €Premium, Denkmal

Plus Gerüst: typisch 1.800 – 3.500 € für 6–8 Wochen bei einem Einfamilienhaus. Plus Rückbau alter Eindeckung: 1.200 – 2.500 € für Tonziegel-Demontage und Container.

Solar — Kombination Metall + PV

Bei geplanter PV-Anlage ein verdecktes Stehfalz-Profil wählen — die Module werden mit Stehfalz-Klemmen (S-5, Schletter Solo) ohne Bohrungen am Falz fixiert. Dadurch:

  • Kein Eingriff in die Dachhaut, keine Garantieprobleme
  • Flacheres Profil als bei Schienensystemen auf Ziegeldächern
  • Mehrkosten gegenüber Schienenmontage: 0,30–0,80 €/Wp gespart

KfW-Förderung (Programm 458, Bundesförderung effiziente Gebäude) deckt bei energetischer Sanierung des Daches einen Teil der Kosten ab — bis zu 25 % Zuschuss bei Erreichen des Effizienzhaus-Niveaus EH 70 oder besser. Voraussetzung: BAFA-zertifizierter Energieberater.

Häufige Fehler, die dieser Rechner vermeidet

  1. Grundriss als Dachfläche ansetzen — unterschätzt das Material um den Neigungsfaktor (10–30 %).
  2. Dachüberstände vergessen — typisch 30–60 cm in Deutschland, das sind 6–10 % zusätzliche Fläche.
  3. Falsche Materialstärke in Schneelastzone 3+ — Trapezblech braucht dort 0,75 mm, nicht 0,5 mm.
  4. Trennlage unter Stehfalz weglassen — führt zu Kondensatkorrosion und Trittschall, Garantieverlust.
  5. Schneefanggitter vergessen — Pflicht nach ZVDH-Fachregel ab 45° Dachneigung über öffentlichen Flächen.

Für die reine Kostenübersicht siehe den Metalldach-Kostenrechner. Zur Umrechnung der Dachneigung in Grad oder Prozent siehe den Dachneigungs-Rechner.

Quellen

ZVDH (Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks) Fachregeln 2024–2026; DIN 18807 (Trapezprofile aus Stahl); DIN EN 1991-1-3 (Schneelasten); DIN 4108-3 (Klimabedingter Feuchteschutz); DIN EN ISO 12944 (Korrosionsschutz); Daa.net und MyHammer 2026 Handwerker-Preisspiegel; Verbraucherzentrale 2026 Sanierungspreisspiegel; Listenpreise Rheinzink, Kalzip, Prefa und Trimo 2026.

Häufig gestellte Fragen

Wie berechne ich, wie viele Dachbleche ich brauche?
Die schräg gemessene Dachfläche (Grundriss × Neigungsfaktor) durch die nutzbare Deckbreite des Profils teilen. Stehfalzbleche (Rheinzink, Prefa, Kalzip) haben typische Deckbreiten von 430–530 mm, Trapezbleche (T35, T50) decken meist 1000 mm, Wellblech 762–900 mm. Bleche pro Dachseite = ceil(Firstlänge ÷ Deckbreite). Mindestens 5 % Verschnitt einplanen, bei Walmdächern 10 %.
Welche Materialstärke sollte das Dachblech haben?
Stahltrapezblech: 0,5 mm im Wohnbau, 0,75 mm im Industrie- und Hallenbau (Schneelastzonen 3 und 4 nach DIN 1991-1-3). Stehfalz aus Titanzink (Rheinzink): 0,7 mm Standardstärke, 0,8 mm bei großen Spannweiten. Aluminium-Stehfalz: 0,7–0,9 mm. Kupfer-Stehfalz: 0,6 mm. Bei Spannweiten über 1,5 m oder in Schneelastzone 3+ immer eine Auflastberechnung nach Eurocode (DIN EN 1991-1-3) durchführen lassen.
Was kostet ein Metalldach in Deutschland?
Nach ZVDH-Daten und Verbraucherzentrale-Preisspiegel 2026: Trapezblech 65–95 €/m² verbaut, Wellblech 60–85 €/m², Stehfalz aus Stahl 95–140 €/m², Stehfalz aus Titanzink (Rheinzink) 130–190 €/m², Stehfalz aus Aluminium 120–170 €/m², Kupfer-Stehfalz 220–300 €/m². Bayern und Baden-Württemberg liegen am oberen Rand, Norddeutschland und neue Bundesländer am unteren.
Brauche ich eine Baugenehmigung für ein neues Metalldach?
Eine reine Dachsanierung mit gleicher Dachform und Eindeckungsart ist in den meisten Bundesländern verfahrensfrei (LBO-Anhang). Eine Änderung der Deckungsart (z. B. von Tonziegel auf Stehfalz aus Titanzink) ist in der Regel genehmigungspflichtig oder mindestens kenntnisgabepflichtig. In Erhaltungssatzungsgebieten und Denkmalschutzbereichen (z. B. Altstädte in Bayern, Sachsen) ist immer eine denkmalrechtliche Genehmigung nötig. Vorher beim Bauamt nachfragen.
Welche Unterspannbahn gehört unter ein Metalldach?
Nach Fachregeln des ZVDH und DIN 4108-3: diffusionsoffene Unterspannbahn (sd-Wert ≤ 0,3 m, z. B. Klöber Permo, Dörken Delta-Vent S Plus) auf der Sparrenebene. Bei Metalldeckung zusätzlich eine Trennlage (selbstklebende Bitumenbahn V13 oder strukturierte PE-Bahn) zwischen Schalung und Blech, um Kondensatkorrosion und Trittschall zu vermeiden. In Schneelastzonen 3 und 4 zusätzlich Eis- und Wasserschutz an der Traufe.
Wie lange hält ein Metalldach in Deutschland?
Stahltrapezblech mit PVDF-Beschichtung: 35–45 Jahre; Stehfalz aus Titanzink (Rheinzink, VMZinc): 80–100 Jahre; Aluminium-Stehfalz mit Pulverbeschichtung: 50+ Jahre; Kupfer: 100–150 Jahre. Die Beschichtungsgarantie (typisch 30 Jahre auf Farbabweichung und Kreidung) läuft meist vor dem Substrat ab. In Industrie- oder Küstennähe (Nordsee, Ostsee) immer Korrosivitätskategorie C4 oder C5 nach DIN EN ISO 12944 spezifizieren.
Welche Mindestdachneigung gilt für Metalldächer?
Nach Fachregeln des Deutschen Dachdeckerhandwerks: Stehfalz in Doppelfalztechnik ab 3° (Regeldachneigung 7° bei Aluminium, 5° bei Titanzink) ohne Unterdach, oberhalb mit zusätzlichen Maßnahmen. Trapezblech mit Längsstoßdichtung ab 5°, ohne Stoß ab 3°. Wellblech ab 8°. Unter der Regeldachneigung müssen Zusatzmaßnahmen (durchgehendes Unterdach, Stoßdichtung) ausgeführt werden — die Dichtheit ist sonst nicht mehr regelkonform.

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