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Dachflächenrechner — m² berechnen

Kostenloser Dachflächenrechner. Ermitteln Sie die geneigte Dachfläche in m², Ziegelbedarf und Unterspannbahn-Rollen aus Grundriss und Dachneigung in Grad. Nach DIN 1991-1-3 und Fachregeln des ZVDH.

Roof Square Footage Calculator

Roof surface area
1503
square feet
Roofing squares
15.03
1 square = 100 sq ft
Bundles needed
50
3 bundles per square + 10% waste

So nutzen Sie den Dachflächenrechner

Messen Sie den Grundriss Ihres Hauses an der Außenkante der Mauerkrone:

  1. Länge — die längere Außenabmessung in Metern
  2. Breite — die kürzere Außenabmessung in Metern
  3. Dachneigung — in Grad eingeben (deutsche Konvention)
  4. Dachüberstand — typisch 0,30 bis 0,60 m bei deutschen Wohnhäusern

Der Rechner liefert:

  • Geneigte Dachfläche in m² (die tatsächlich einzudeckende Fläche)
  • Ziegelbedarf für die gängigsten deutschen Formate (Frankfurter Pfanne, Biberschwanz, Hohlpfanne)
  • Unterspannbahn-Rollen im Standardmaß 1,5 m × 50 m
  • Lattenmeter je nach gewähltem Decklattenabstand

Häufige Fehler bei der Dachflächenberechnung

Zwei Fehler kosten in deutschen Angeboten richtig Geld:

Fehler 1: Grundfläche statt geneigter Fläche. Ein 10 m × 8 m Bungalow bei 40 Grad Dachneigung hat 104 m² geneigte Dachfläche, nicht 80 m². Wer aus der Grundfläche kalkuliert, bestellt 30 Prozent zu wenig Material — bei 11 Frankfurter Pfannen pro m² fehlen 264 Ziegel, also fast eine Palette. Nachbestellungen kosten Speditionsaufschlag und verzögern den Termin.

Fehler 2: Dachüberstand vergessen. Norddeutsche Häuser haben oft 60 cm Traufüberstand zum Schutz vor Schlagregen. Bei 12 m × 8 m Grundriss sind das 24 m² zusätzliche Fläche — multipliziert mit dem Neigungsfaktor von 1,2 bei 35 Grad ergeben sich knapp 29 m² mehr Eindeckung als bei reiner Grundrissrechnung.

Die Formel

Grundfläche (m²) = (Länge + 2×Überstand) × (Breite + 2×Überstand)
Neigungsfaktor = 1 / cos(Dachneigung in Grad)
Geneigte Dachfläche = Grundfläche × Neigungsfaktor

Der Rechner übernimmt die Berechnung; Sie geben die vier Werte ein.

So berechnen sich die Materialmengen

Tonziegel im Doppelmuldenfalz (Erlus E 58, Creaton Premion, Nelskamp Sigma): 11 bis 12 Stück pro m² bei 320 mm Decklattenabstand.

Frankfurter Pfanne (Braas, Jacobi, Nelskamp): 10 Stück pro m² bei 333 mm Decklattenabstand. Der absolute Klassiker auf deutschen Dächern.

Biberschwanz Doppeldeckung (Erlus, Creaton, Jacobi): 32 Stück pro m² bei 160 mm Decklattenabstand. Pflicht bei denkmalgeschützten Dächern in Bayern, Baden-Württemberg, Sachsen.

Naturschiefer (Rathscheck, MAGOG): in Altdeutscher Deckung etwa 22 bis 28 Stück pro m² je nach Format. Pflicht in vielen Mittelgebirgsregionen.

Unterspannbahn (Bauder Top RS, Klöber Permo Forte, Dörken Delta-Maxx): Rolle 1,5 m × 50 m = 75 m² brutto, ca. 60 m² netto bei 100 mm Längsüberlappung und 150 mm Querüberlappung.

Konterlatten und Traglatten (Fichte sägerau, behandelt, KVH): bei 333 mm Lattenabstand sind das 3 lfm Latte pro m² Dachfläche. Konterlatte 24×48 mm zusätzlich entlang jedem Sparren.

Firstziegel und Ortgangziegel: Längenmeter entlang First und Ortgang. Trockenfirst-Systeme (Klöber Vento Plus, Braas Divoroll) sind heute Standard.

Anpassung bei komplexen Dachformen

  • Walmdach (häufig in Süddeutschland): gleiche geneigte Fläche wie Satteldach bei gleichem Grundriss und gleicher Neigung. Plus 10 Prozent Verschnitt für Grate und Walmziegel.
  • L-Form oder Winkelhaus: einzelne Rechtecke separat berechnen, Ergebnisse addieren.
  • Mansarddach: zwei Neigungen pro Seite. Verwenden Sie den Mansarddachrechner.
  • Pultdach: nur eine geneigte Fläche, aber gleiche Formel.
  • Dach mit Gauben: Gaubenflächen separat addieren, vom Hauptdach nichts abziehen.

Schneelast und Neigung

DIN 1991-1-3 teilt Deutschland in fünf Schneelastzonen. Im Sauerland und in den Alpen (Zone 3 und höher) sind Dachneigungen ab 30 Grad strukturell sinnvoll, weil sie Schneelasten ableiten. Bei Flachdächern unter 7 Grad ist die volle Schneelast als Designlast anzusetzen. Der Rechner berechnet keine Tragwerkslasten — bei Lastfragen den Statiker konsultieren.

Quellen für diese Berechnung

Die Trigonometrie ist universell. Stückzahlen pro m² stammen aus aktuellen Datenblättern von Erlus, Creaton, Braas (Monier) und Nelskamp. Verschnittzuschläge folgen den Fachregeln des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH-Regelwerk). Lastannahmen verweisen auf DIN 1991-1-3 (Schneelast) und DIN 1991-1-4 (Windlast).

Für Quadratmeter-Preise in Ihrer Region bietet MyHammer regionale Durchschnittswerte. Das ZVDH-Mitgliederverzeichnis und die Verbraucherzentrale empfehlen, mindestens drei Angebote von Innungsbetrieben einzuholen.

Häufig gestellte Fragen

Wie berechne ich die Dachfläche in Quadratmetern?
Multiplizieren Sie die Grundfläche (Länge × Breite) mit dem Neigungsfaktor. Ein 12 m × 8 m Einfamilienhaus mit 38 Grad Dachneigung hat 96 m² Grundfläche und einen Faktor von 1,269 — also rund 122 m² geneigte Dachfläche, bevor Sie den Dachüberstand hinzurechnen.
Was ist der Neigungsfaktor bei 45 Grad?
Bei 45 Grad beträgt der Neigungsfaktor 1,414 (Wurzel aus 2). Bei 38 Grad sind es 1,269, bei 30 Grad 1,155 und bei 22 Grad 1,079. Multiplizieren Sie Ihre Grundrissfläche mit diesem Wert, um die tatsächlich einzudeckende Fläche zu erhalten.
Wie viele Dachziegel pro m² brauche ich?
Standard-Tonziegel im Format 380×240 mm (z. B. Erlus E 58, Creaton Premion) liegen bei etwa 11 bis 12 Stück pro m² bei Decklattenabstand 320 mm. Flachdachziegel wie Braas Frankfurter Pfanne benötigen rund 10 Stück pro m². Biberschwanz in Doppeldeckung 32 Stück pro m². Immer 5 bis 10 Prozent Verschnitt einplanen.
Welcher Verschnittzuschlag ist üblich?
Die Fachregeln des ZVDH empfehlen 5 Prozent für einfache Satteldächer, 10 Prozent für Walmdächer und 12 bis 15 Prozent für komplexe Dächer mit Gauben, Kehlen und vielen Anschlüssen. Der Rechner addiert standardmäßig 10 Prozent — passend für die meisten Wohngebäude.
Soll ich den Dachüberstand mitrechnen?
Ja. Deutsche Dachüberstände betragen typisch 30 bis 60 cm an Traufe und Ortgang. Bei 12 m × 8 m Grundriss ergibt 50 cm Überstand zusätzliche 19 m² Grundfläche — und nach Multiplikation mit dem Neigungsfaktor mehrere zusätzliche m² Eindeckung. Der Rechner berücksichtigt allseitigen Überstand automatisch.

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