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Dachmaterial-Rechner (Deutschland)

Dachmaterialien für Ihr Sanierungsprojekt 2026 berechnen: Tonziegel, Betondachsteine, Lattung, Unterspannbahn, First- und Ortgangziegel sowie Arbeitslohn in Euro pro m².

Roofing Material Calculator

Estimate every material you'll need to re-roof a gable house: shingles, underlayment, ice & water shield, drip edge, ridge cap, starter strip, and nails — plus a material-only cost estimate.

Roof area
1653
sq ft (with waste)
Squares
16.53
1 sq = 100 sq ft
Shingle bundles
50
Architectural (30-yr)
Starter bundles
1
~120 lf/bundle
Ridge cap boxes
3
ridge + hip
Underlayment rolls
2
synthetic, 10 sq/roll
Ice & water rolls
2
36" × 65 ft
Drip edge pieces
16
10 ft each
Valley flashing
0
10 ft pieces
Roofing nails
37
lbs (1.25" galv)
OSB decking
47
7/16" sheets (if re-decking)
Materials only
$3,457
add labor: $150–350/sq

Was dieser Dachmaterial-Rechner ermittelt

Der Rechner gibt eine vollständige Materialliste für die Neueindeckung oder Sanierung eines Steildachs in Deutschland aus. Sie geben Geometrie, Dachneigung, Ziegelmodell und Verschnitt ein — der Rechner liefert:

  1. Dachfläche — Grundfläche multipliziert mit dem Neigungsfaktor, plus gewählter Verschnittzuschlag
  2. Tonziegel oder Betondachsteine — Stückzahl nach m² inklusive Bruchreserve
  3. Konterlattung — laufende Meter 30 mal 50 mm, kesseldruckimprägniert
  4. Traglattung — laufende Meter 30 mal 50 mm, abhängig vom Lattabstand des Ziegels
  5. Unterspannbahn (USB) oder Unterdeckbahn (UDB) — m² mit Überlappung
  6. Firstziegel und Firstrolle — Anzahl pro Meter First
  7. Ortgangziegel — Anzahl pro Meter Ortgang
  8. Lüftungsziegel — pro 10 m² Dachfläche eine Lüftung im Traufbereich, eine im Firstbereich
  9. Anschlussbleche — Titanzink oder Kupfer für Wandanschlüsse, Kamine, Dachfenster
  10. Arbeitslohn — 35 bis 130 Euro pro m² je nach Leistungsumfang
  11. Materialkosten in Euro — Brutto inklusive 19 Prozent Mehrwertsteuer

Schritt 1 — Grundfläche aufmessen

Messen Sie die Außenkanten Ihres Hauses zur Traufkante hin, also einschließlich Dachüberstand. Bei einem L- oder T-förmigen Grundriss summieren Sie die einzelnen Rechtecke. Ein Haus mit 8 mal 10 Meter Außenmaß und 50 cm Dachüberstand auf jeder Seite hat eine Grundfläche von 9 mal 11 = 99 m² unter dem Dach.

Der Dachüberstand zählt mit, weil das Dach bis zur Traufkante geht — nicht bis zur Außenwand. Das ist der häufigste Schätzfehler bei Eigentümern, die ohne Aufmaß planen.

Schritt 2 — Dachneigung bestimmen

In Deutschland wird die Dachneigung in Grad angegeben (nicht im amerikanischen X/12-Verhältnis). Übliche Wohngebäude-Neigungen liegen zwischen 22 und 45 Grad. Wenn Sie die Neigung nicht kennen, nutzen Sie den Dachneigungs-Rechner — Sie messen die Höhe und horizontale Strecke an einem Sparren und der Rechner gibt den Winkel aus.

Die Mindestneigung — Regeldachneigung in den Fachregeln des Deutschen Dachdeckerhandwerks — ist materialabhängig und verbindlich:

  • Frankfurter Pfanne, Doppelmuldenfalzziegel: 22 Grad
  • Biberschwanz-Doppeldeckung: 30 Grad
  • Schiefer altdeutsche Deckung: 25 Grad
  • Reet (Norddeutschland): 45 Grad

Bei Unterschreitung sind Zusatzmaßnahmen Pflicht — wasserdichte Unterdeckung, verklebte Nähte und Hersteller-Zulassung.

Der Neigungsfaktor wandelt die Grundfläche in Dachfläche um:

Neigungsfaktor = 1 / cos(Neigungswinkel)

Bei 35 Grad ergibt das 1 / cos(35°) = 1,221. Die tatsächliche Dachfläche ist also 22,1 Prozent größer als die Grundfläche unter dem Dach. Bei 45 Grad sind es bereits 41,4 Prozent. Steile Dächer brauchen entsprechend mehr Material und Lohn.

Schritt 3 — Verschnittzuschlag wählen

Verschnitt entsteht beim Zuschneiden an Ortgang, First, Kehle und Anschlüssen. Übliche Werte:

  • 5–8 Prozent für ein einfaches Satteldach ohne Kehlen
  • 8–12 Prozent für ein Walmdach mit vier Walmgraten
  • 12–15 Prozent für ein gegliedertes Dach mit Gauben, Kehlen und Dachfenstern
  • 15–18 Prozent bei komplexer Geometrie mit Türmchen oder Neigungswechseln

Biberschwanzziegel und kleinformatige Schiefer haben weniger Verschnitt als großformatige Frankfurter Pfanne, weil sich Bruchstücke besser verwerten lassen.

Schritt 4 — Ziegelmodell wählen

Der deutsche Markt 2026 wird von vier Herstellern dominiert: Braas (Bramac), Creaton, Erlus und Nelskamp. Häufige Modelle:

  • Frankfurter Pfanne (Braas, Creaton): 13 Stück/m², 19 bis 28 Euro/m² Material, Regelneigung 22 Grad. Der deutsche Standard seit den 1950er Jahren.
  • Doppelmuldenfalzziegel (Erlus E58, Creaton Magnum): 11 Stück/m², 22 bis 32 Euro/m², modernes Profil
  • Biberschwanz (Erlus, Creaton Klassik): 36 Stück/m², 26 bis 38 Euro/m² Material, Regelneigung 30 Grad. Klassisch für Süddeutschland und Denkmalsanierungen.
  • Betondachstein Frankfurter (Braas): 13 Stück/m², 12 bis 18 Euro/m², günstigste Variante
  • Betondachstein Tegalit (Braas): 9 Stück/m², 14 bis 22 Euro/m², großformatig
  • Schiefer altdeutsche Deckung (Rathscheck Moselschiefer): 55 bis 110 Euro/m² Material, Regelneigung 25 Grad. Premiumlösung mit 80–100 Jahren Lebensdauer.
  • Reet (Norddeutschland): 80 bis 130 Euro/m², 30 Jahre Lebensdauer, vorgeschriebene Dachneigung mindestens 45 Grad

Asphaltschindeln (Bitumenschindeln, IKO oder Tegola) sind in Deutschland Marginalmarkt — sie kommen praktisch nur auf Gartenhäusern, Carports und einfachen Anbauten zum Einsatz, nicht auf Wohnhäusern.

Schritt 5 — Lattung dimensionieren

Der Lattabstand ist herstellerspezifisch und steht im Verlegehandbuch:

  • Frankfurter Pfanne: 31 bis 34,5 cm
  • Biberschwanz Doppeldeckung: 14 bis 16 cm (deutlich enger, deshalb mehr Lattung)
  • Schiefer: 12 bis 18 cm

Daraus ergibt sich der laufende Meter Traglattung pro m² Dachfläche. Bei der Frankfurter Pfanne mit 33 cm Lattabstand sind das 3 lfm Latten je m². Beim Biberschwanz mit 15 cm sind es 6,7 lfm — also doppelt so viel.

Konterlattung wird mit dem gleichen Sparrenabstand wie die Sparren gerechnet — meist 70 bis 90 cm. Bei einem 9 mal 11 m Dach mit 70 cm Sparrenabstand und 35 Grad Neigung ergeben sich rund 14 Konterlatten je 7 m Länge = 98 lfm.

Material: Fichte oder Kiefer Sortierklasse S 10 nach DIN 4074-1, sägerau, kesseldruckimprägniert (Holzschutzklasse 3 nach DIN 68800-3). Kosten 2026: 4 bis 8 Euro pro m² fertig verlegt.

Schritt 6 — Unterspannbahn

Bei Regeldachneigung genügt eine diffusionsoffene Unterspannbahn (USB) mit sd-Wert unter 0,3 Meter. Kosten 3 bis 6 Euro pro m². Übliche Marken: Delta-Vent N, Tyvek Solid, Bauder TopTec. Überlappung mindestens 10 cm horizontal, 20 cm vertikal nach ZVDH-Merkblatt.

Bei verminderter Dachneigung oder ausgebautem Dachgeschoss kommt eine Unterdeckbahn (UDB) mit verklebten Nahtüberlappungen zum Einsatz, sd-Wert unter 0,1 Meter. Kosten 5 bis 9 Euro pro m². Bei wasserdichter Unterdeckung wird vollflächig verschweißt — etwa Bauder Smart oder Delta-Maxx.

Schritt 7 — Ergebnisse ablesen

Der Rechner liefert die vollständige Materialliste, die Sie an einen Dachdecker-Innungsbetrieb oder einen Baustoffhandel (Wienerberger, Hagebau, Raab Karcher) zur Angebotseinholung weitergeben können.

Beispielrechnung

Referenzdach: 8 mal 10 m Außenmaß, 50 cm Dachüberstand, Satteldach, 35 Grad Neigung, Frankfurter Pfanne, 8 Prozent Verschnitt, USB:

Grundfläche unter Dach = 9 × 11 = 99 m²
Neigungsfaktor = 1 / cos(35°) = 1,221
Dachfläche = 99 × 1,221 = 120,9 m² (beide Dachhälften)
Mit 8 Prozent Verschnitt = 130,5 m²

Frankfurter Pfanne: 130,5 × 13 = 1.697 Stück
Konterlattung 30×50 mm: 14 Reihen × 7 m = 98 lfm
Traglattung: 130,5 × 3 = 392 lfm (Lattabstand 33 cm)
Unterspannbahn: 130,5 × 1,1 (Überlappung) = 144 m²

Firstlänge = 10 m → 25 Firstziegel + 2 Firstrollen
Ortgang = 2 × 12,2 m = 24,4 m → 73 Ortgangziegel
Lüftungsziegel: 130 / 10 = 13 Stück Trauflüfter

Material gesamt (Ziegel 23 €/m² + Latten + Bahn + First/Ortgang)
= ca. 5.300 €
Arbeitslohn 95 €/m² × 130 m² = 12.350 €
Gesamtkosten brutto ≈ 17.650 € (inkl. 19 % MwSt.)

Preisannahmen 2026 (Brutto-Listenpreise)

Quellen: ZVDH-Kostenkennwerte 2026, MyHammer-Marktreport Q1 2026, Verbraucherzentrale 2026, Hagebau- und Raab-Karcher-Listen 2026.

  • Frankfurter Pfanne (Braas, Creaton): 19–28 €/m² Material
  • Biberschwanz (Erlus, Creaton): 26–38 €/m²
  • Doppelmuldenfalzziegel: 22–32 €/m²
  • Betondachstein Frankfurter (Braas): 12–18 €/m²
  • Schiefer altdeutsche Deckung: 55–110 €/m²
  • Konterlattung 30×50 mm KDI: 1,80–2,80 €/lfm
  • Traglattung 30×50 mm KDI: 1,60–2,40 €/lfm
  • Unterspannbahn (Delta-Vent): 3–6 €/m²
  • Unterdeckbahn (Bauder Smart): 5–9 €/m²
  • Firstziegel + Firstrolle: 4,50–8,00 €/Stück + 18 €/Rolle
  • Ortgangziegel: 5–9 €/Stück
  • Titanzink-Anschlussblech: 22–35 €/lfm
  • Sturmklammern (über 60° oder bei verminderter Neigung): 0,12–0,25 €/Stück

Arbeitslohn:

  • Reine Eindeckung: 35–65 €/m²
  • Komplettleistung (Lattung, Bahn, Eindeckung): 75–130 €/m²

Süddeutschland (München, Stuttgart, Frankfurt) liegt 15–25 Prozent über Bundesdurchschnitt, neue Bundesländer 10–18 Prozent darunter.

GEG 2024 und Steuerförderung beachten

Bei der Sanierung muss das Gebäudeenergiegesetz (GEG 2024) eingehalten werden — der U-Wert für die oberste Geschossdecke oder das ausgebaute Steildach beträgt höchstens 0,14 W/m²K. Das bedeutet bei Mineralwolle WLG 035 eine Dämmstärke von mindestens 24 cm.

Bei selbstgenutztem Wohneigentum, das älter als zehn Jahre ist, fördert §35c EStG energetische Sanierungsmaßnahmen mit 20 Prozent der Kosten, maximal 40.000 Euro pro Wohnobjekt, verteilt auf drei Steuerjahre. Voraussetzung ist eine Fachunternehmer-Bescheinigung. Alternativ KfW-Programm 458 mit Tilgungszuschuss.

Häufige Fehler

Dachüberstand vergessen. Ein 8×10 m Haus hat nicht 80 m² Dachfläche, sondern bei 50 cm Überstand auf jeder Seite und 35 Grad Neigung 121 m² echte Dachfläche.

Falscher Lattabstand. Beim Biberschwanz ist der Lattabstand mit 14–16 cm deutlich enger als bei der Frankfurter Pfanne — wer hier den falschen Wert ansetzt, hat doppelt soviel oder nur die Hälfte der Lattung.

Verschnitt zu niedrig. Walmdach mit zwei Kehlen und einer Gaube bei 8 Prozent Verschnitt — am Ende fehlen 50 Ziegel und der Innungsbetrieb berechnet Nachlieferung mit Express-Aufschlag.

Sturmklammern vergessen. Bei verminderter Dachneigung oder über 60 Grad sind Sturmklammern an jedem Ziegel Pflicht nach DIN EN 1991-1-4 (Windlast). Wer das beim Aufmaß übersieht, hat 1.500–2.500 Klammern zu wenig kalkuliert.

Lüftungsziegel sparen. Mindestens 200 cm² Lüftungsquerschnitt pro laufendem Meter Traufe nach Fachregeln des Deutschen Dachdeckerhandwerks. Ohne ausreichende Hinterlüftung droht Tauwasser im Sparrenbereich.

Was der Rechner nicht enthält

  • Dachfenster (Velux, Roto): 800–1.800 Euro pro Stück inkl. Eindeckrahmen
  • Schornsteinanschluss und Schornsteineinfassung: 350–650 Euro
  • Dachrinnen und Fallrohre (Titanzink): 28–45 Euro/lfm
  • Solar- oder PV-Halterungen
  • Gerüst: 6–12 Euro/m² Fassade pro Monat
  • Abriss und Entsorgung der Altdeckung: 18–35 Euro/m²

Für eine vollständige Sanierungssumme rechnen Sie 12 bis 18 Prozent auf die Materialliste auf, plus Arbeitslohn und Nebenkosten.

Verwandte Rechner

Quellen: ZVDH Fachregeln für Dachdeckungen 2026; ZVDH-Kostenkennwerte 2026; MyHammer Marktreport Q1 2026; Verbraucherzentrale Bundesverband 2026; DIN 1991-1-3 (Schneelast); DIN 1991-1-4 (Windlast); DIN 4108 (Wärmeschutz); DIN 18338 VOB Teil C (Dachdeckungs- und Dachdichtungsarbeiten); GEG 2024; §35c EStG.

Häufig gestellte Fragen

Wie viele Dachziegel benötige ich pro Quadratmeter?
Bei der Frankfurter Pfanne von Braas oder Creaton liegt der Bedarf bei rund 13 Stück pro Quadratmeter Dachfläche. Bei der klassischen Biberschwanz-Doppeldeckung sind es etwa 36 Stück pro m², beim Doppelmuldenfalzziegel etwa 11 Stück. Großformatige Tegalit- oder Tegula-Profile von Erlus liegen bei 9 bis 10 Stück pro m². Bestellen Sie immer 5 bis 8 Prozent Bruchreserve zusätzlich, weil bei Schnitten an First, Ortgang und Kehle Verschnitt entsteht. Quelle: ZVDH Fachregeln für Dachdeckungen 2026.
Welche Mindestneigung schreiben die Fachregeln für Tonziegel vor?
Die Regeldachneigung ist herstellerspezifisch und in den Fachregeln des Deutschen Dachdeckerhandwerks festgelegt. Frankfurter Pfanne und Doppelmuldenfalzziegel: 22 Grad Mindestneigung. Biberschwanz-Doppeldeckung: 30 Grad. Schiefer in altdeutscher Deckung: 25 Grad, bei Schuppendeckung 22 Grad. Bei Unterschreitung der Regeldachneigung sind Zusatzmaßnahmen vorgeschrieben — wasserdichte Unterdeckung statt einfacher Unterspannbahn, verklebte Nahtüberlappungen sowie Hersteller-Zulassung. Bei mehr als 60 Grad sind Sturmklammern an jedem Ziegel Pflicht.
Was kostet eine komplette Neueindeckung in Deutschland 2026?
Eine vollständige Neueindeckung mit Frankfurter Pfanne, Konterlattung, Traglattung, Unterspannbahn, First- und Ortgangziegeln liegt 2026 bei 95 bis 145 Euro pro Quadratmeter Dachfläche, inklusive Material und Arbeitslohn eines Innungsbetriebs. Mit Betondachsteinen senken sich die Materialkosten um etwa 20 Prozent. Bei Schiefer steigen die Kosten auf 180 bis 280 Euro pro m². Ein typisches 130 m²-Satteldach kostet damit zwischen 12.500 und 19.000 Euro. Quellen: ZVDH-Kostenkennwerte 2026, MyHammer Marktreport Q1 2026, Verbraucherzentrale 2026.
Welche Unterspannbahn brauche ich?
Bei Regeldachneigung genügt eine diffusionsoffene Unterspannbahn (USB) mit sd-Wert unter 0,3 Meter, etwa Delta-Vent oder Tyvek Solid. Kosten: 3 bis 6 Euro pro m². Bei verminderter Dachneigung oder ausgebautem Dachgeschoss schreibt das ZVDH-Merkblatt eine Unterdeckbahn (UDB) mit verklebten Nahtüberlappungen vor — sd-Wert unter 0,1 Meter, Kosten 5 bis 9 Euro pro m². Bei wasserdichter Unterdeckung kommen vollflächig verschweißte Bahnen zum Einsatz. Wichtig: Die Bahn muss mit Konterlattung mindestens 30 mm hinterlüftet sein, sonst entsteht Tauwasser.
Wie dick müssen Konterlattung und Traglattung sein?
Die Konterlattung wird parallel zum Sparren auf die Unterspannbahn genagelt und sorgt für die Hinterlüftung. Mindestquerschnitt 24 mm hoch, üblich 30 mal 50 mm. Bei Sparrenlängen über 6 Meter werden 40 mal 60 mm empfohlen. Die Traglattung verläuft horizontal und trägt die Ziegel. Mindestquerschnitt nach DIN EN 1995-1-1: 30 mal 50 mm bei Sparrenabstand bis 0,8 Meter. Bei Schiefer oder schweren Tonziegeln (über 50 kg/m²) auf 40 mal 60 mm wechseln. Material: sägeraue Fichte oder Kiefer der Sortierklasse S 10 nach DIN 4074-1, kesseldruckimprägniert.
Wie viele First- und Ortgangziegel brauche ich?
First- und Gratziegel werden pro laufendem Meter berechnet. Bei der Frankfurter Pfanne sind es etwa 2,5 Stück pro Meter First, beim Biberschwanz 3 Stück pro Meter. First- und Gratrolle für die Hinterlüftung: 1 Rolle à 5 Meter pro 5 Meter First. Ortgangziegel werden pro laufendem Meter Ortgang verlegt: 3 Stück pro Meter bei der Frankfurter Pfanne, 4 Stück pro Meter bei Biberschwanz. Bei einem 8 mal 10 Meter Satteldach mit 35 Grad Neigung ergibt das 10 m First, 24 m Ortgang — also rund 25 First-, 30 Ortgangziegel und 2 Firstrollen.
Greift bei Dachsanierung die Steuerförderung nach §35c EStG?
Ja, bei selbstgenutztem Wohneigentum, das älter als zehn Jahre ist, fördert §35c Einkommensteuergesetz energetische Sanierungsmaßnahmen mit 20 Prozent der Kosten, maximal 40.000 Euro pro Wohnobjekt, verteilt auf drei Steuerjahre. Voraussetzung: Die Maßnahme muss den GEG-2024-U-Wert von höchstens 0,14 W/m²K für die oberste Geschossdecke oder das Steildach einhalten und durch eine Fachunternehmer-Bescheinigung dokumentiert werden. Alternativ ist KfW-Förderung über das Programm 458 möglich. 19 Prozent Mehrwertsteuer fällt auf die Rechnung an.
Was kostet die Eindeckung allein, ohne Lattung und Bahn?
Reiner Eindeckungslohn liegt 2026 bei 35 bis 65 Euro pro m² Dachfläche, abhängig von Region und Ziegelmodell. Komplette Verlegung mit Konterlattung, Traglattung und Unterspannbahn kostet 75 bis 130 Euro pro m² Arbeitslohn. Süddeutschland (München, Stuttgart) liegt 15 bis 25 Prozent über Bundesdurchschnitt; Sachsen, Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern 10 bis 18 Prozent darunter. Quelle: MyHammer-Auswertung Q1 2026, ZVDH-Kostenkennwerte 2026. Bei Aufträgen unter 80 m² Dachfläche kommen häufig Kleinauftragszuschläge von 8 bis 15 Prozent hinzu.

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