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Dach Kosten Rechner

Vollständige Kostenermittlung für eine Dachsanierung in Deutschland 2026: Tonziegel, Betondachstein, Schiefer, Metalldach und Bitumenbahn — aufgeschlüsselt nach Material, Lohn, Abriss, Entsorgung und Genehmigung nach DIN.

Roof Cost Calculator

Estimate the full installed cost of a sloped-roof replacement, broken down by material, labour, tear-off, disposal, underlay, and gutters. Currency and pricing are matched to your selected locale.

Total installed cost
14.516 €
132 €/m² · 110 m² total
Annualised over 50-year service life: 290 €/yr (Betondachstein)
Material
3.126 €
Labour
6.901 €
Tear-off
1.803 €
Disposal
1.368 €
Underlay
847 €
Gutters
0 €
Permit + misc
473 €
Slope factor
1.122

Was dieser Rechner ermittelt

Der Rechner liefert die vollständige Investitionssumme für eine Dachsanierung in Deutschland 2026, gegliedert nach den Positionen, die ein ZVDH-Innungsbetrieb auf einem schriftlichen Angebot ausweist:

  • Dachmaterial — Betondachsteine, Tonziegel, Naturschiefer, Holzschindeln, Trapezblech, Stehfalz-Metalldach, Bitumenbahnen
  • Verlegeleistung — abhängig von Dachneigung und Komplexität (Gauben, Kehlen, Anschlüsse)
  • Abrissleistung — einlagig oder bis auf den Dachstuhl
  • Entsorgung — Mülldeponiegebühren je Bundesland, Schiefer und Tonziegel teurer wegen Gewicht
  • Unterspannbahn — diffusionsoffene Folie nach DIN 4108-3 (Tyvek Supro, Klober Permo)
  • PIR- oder Steinwolledämmung — zur Erfüllung der GEG-2024-Anforderungen U ≤ 0,20 W/m²K
  • Dachrinnen und Fallrohre — optional, je laufendem Meter
  • Genehmigung und Sonstiges — Bauanzeige, Statiknachweis bei Bedarf, 250–600 Euro

So nutzen Sie den Rechner

  1. Dachfläche aufmessen — Länge mal Breite mal Schrägenfaktor in Quadratmeter. Bei verwinkelten Dächern Rechtecke summieren. Nutzen Sie unseren Dachflächenrechner zur Umrechnung Grundriss → Dachfläche.
  2. Dachneigung festlegen — Deutsche Steildächer haben typisch 35°–50° (8.4/12 bis 14/12). Steilere Dächer benötigen mehr Lohn.
  3. Material wählen — Betondachstein für klassische Sanierung (60% Marktanteil in Deutschland nach ZVDH 2026); Tonziegel für Charakterhäuser und Bestand; Naturschiefer im rheinischen, hessischen, sauerländischen Raum; Stehfalz-Zink für moderne Gebäude.
  4. Region — München, Stuttgart, Frankfurt: 15–25 Prozent über Bundesdurchschnitt; Berlin, Hamburg, NRW-Metropolen: nahe am Mittel; Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern: 10–18 Prozent darunter.
  5. Komplexität — einfaches Satteldach: “einfach”. Walmdach mit ein, zwei Gauben: “mittel”. Mansardendach mit mehreren Gauben, Schornsteinen, Erkern: “komplex” — 12–28 Prozent Lohnaufschlag.
  6. Abriss, Dämmung, Dachrinne — separat aktivieren und mengen.

Typische Sanierungskosten in Deutschland 2026

Diese Spannen spiegeln bundesweite Preise aus der ZVDH-Branchenumfrage 2026, MyHammer und der Verbraucherzentrale-Bauberatung wider:

MaterialMaterial (€/m²)Verlegt (€/m²)Lebensdauer
Betondachstein22–35110–15050+ J
Tonziegel S-Form32–55130–18080+ J
Tonziegel Biberschwanz45–75165–225100+ J
Naturschiefer Moselart75–135220–340100+ J
Naturschiefer altdeutsch95–185280–450100+ J
Stehfalz-Zinkblech65–115195–28580+ J
Trapezblech verzinkt28–4895–13535 J
Bitumenschindel18–3275–11525 J
Holzschindel Lärche55–95175–24530 J

“Verlegt” enthält Eindeckung, Standardanschlüsse, Genehmigung und Lohn — Abriss, Dämmungs-Upgrade und neue Dachrinne werden separat ausgewiesen.

Was den Preis beeinflusst

Dachfläche. Die Kosten skalieren linear pro Quadratmeter, aber sehr kleine Dächer unter 50 m² (Anbau, Garage) tragen einen Mindestbetrag von 2.500 bis 4.500 Euro wegen Anfahrt, Gerüst und Containermiete.

Dachneigung. 35° (8.4/12) — Lohnmultiplikator 1,05. 45° (12/12) — Multiplikator 1,18. 60° (Mansarde, Turmspitze) — Multiplikator 1,32 plus Spezialgerüst. DIN 1991-1-3 schreibt Mindestneigung von 22° für Tonziegel und Betondachsteine vor; mit Sondermaßnahmen auch flacher.

Abrisslagen. Eine Lage Ziegel mit Lattung abreißen: 12–18 €/m². Bis auf den Dachstuhl mit Holzaustausch: 22–32 €/m². Asbesthaltige Eternit-Wellplatten (vor 1995 verbaut) erfordern TRGS 519 zertifizierten Fachbetrieb — 60–110 €/m².

Wärmedämmung. GEG 2024 fordert U ≤ 0,20 W/m²K bei Sanierung von mehr als 10 Prozent der Bauteilfläche. Aufsparrendämmung 180 mm PIR (Bauder, Linzmeier): 65–95 €/m². Zwischensparrendämmung 200 mm Mineralwolle plus Aufdoppelung: 38–58 €/m². Verzicht ist nicht zulässig außer bei denkmalgeschützten Gebäuden mit Befreiungsbescheid.

Bundesland. Lohnsätze treiben 30–40 Prozent der regionalen Varianz. Bayern und Baden-Württemberg liegen 15–22 Prozent über Bundesdurchschnitt. NRW, Hessen nahe am Mittel. Berlin/Brandenburg, Hamburg leicht über Mittel. Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern 10–18 Prozent darunter.

Schneelastzone. Schneelastzonen 2 und 3 (Bayerische Alpen, Erzgebirge, Harz, Bayerischer Wald) verlangen höhere Tragfähigkeit und kräftigere Sparren. Ein Statiknachweis ist Pflicht — 350–800 Euro durch einen Bauingenieur.

Denkmalschutz. Bei denkmalgeschützten Gebäuden muss die Untere Denkmalschutzbehörde die Materialien vorab freigeben. Meist Tonziegel oder Naturschiefer, identische Form und Farbe wie Bestand. Antragsverfahren 8–14 Wochen. Material- und Lohnaufschlag 25–45 Prozent.

Betondachstein vs Tonziegel vs Schiefer — die deutsche Wahl

Betondachsteine (Braas Frankfurter Pfanne, Erlus E58, Nelskamp F10) sind die Standardwahl auf 60 Prozent der deutschen Steildächer. Hohe Festigkeit, gleichmäßige Form, weite Auswahl an Farben (anthrazit, rot, schwarz, kupfer). Nach 20–25 Jahren verlieren die Beschichtungen Farbe und Glanz — der Dachstein hält aber weitere 25–35 Jahre. Beste Wahl für: Standardsanierung 1960er-1990er Jahre Häuser, neuer Bauplatz, Familienhäuser ohne Denkmalauflage.

Tonziegel (Erlus, Creaton, Wienerberger, Koramic) sind die traditionelle deutsche Eindeckung. Brennvorgang macht den Ziegel chemisch stabil — kaum Farbverlust über 100 Jahre. S-Pfanne, Doppelmuldenziegel und Biberschwanz sind die häufigsten Profile. 30–50 Prozent teurer als Betondachstein, aber ein Drittel länger haltbar. Beste Wahl für: Charakterhäuser, Altbauten, Denkmalbereiche.

Naturschiefer (Rathscheck, Magog, MEAG) ist die Premiumwahl im rheinischen, hessischen, sauerländischen, bergischen Raum. Mosel-, Eifel-, Lahn- und Sauerlandschiefer aus deutschen Brüchen. Lebensdauer 100+ Jahre. Altdeutsche Deckung mit Schablonen-Hammer und Hand-Vermauerung ist die hochwertigste — entsprechend teuer. Beste Wahl für: rheinische Fachwerkhäuser, repräsentative Villen, Denkmäler.

Stehfalz-Metalldach (Rheinzink, VMZinc, KalZip Aluminium) ist die moderne Premiumalternative. Lebensdauer 80+ Jahre, entwickelt natürliche Patina. Bei moderner Architektur und Dachausbauten häufig das passende Material.

Trapezblech und Wellblech sind die Wahl für Garagen, Carports, Wirtschaftsgebäude. Auf Wohnhäusern selten — Schallübertragung bei Regen kann lästig sein.

Häufige Kostenfallen

Asbesthaltige Eternit-Wellplatten. Vor 1995 verbaute Eternit-Wellplatten enthalten Asbestfasern. TRGS 519 zertifizierter Fachbetrieb für Demontage und Entsorgung — 60–110 €/m² zusätzlich plus 3–7 Tage Stillstand für Probenanalytik und Klärung der Entsorgungswege.

Schadhafter Dachstuhl. Bei Sanierungen aus den 1950ern-1970ern zeigt sich nach Abriss oft Hausschwammbefall, Holzbockschäden oder Pilzfäule an Sparrenfüßen. Austausch und Holzschutzbehandlung 35–85 €/lfm Sparren.

Schornsteinkopf erneuern. Alte Schornstein­köpfe mit defekter Verputzung, schadhaften Ziegeln oder fehlenden Abdeckhauben sollten beim Sanierungsanlass erneuert werden — 600–1.800 Euro pro Schornstein. Bei Stilllegung kann der Schornstein bis zur Decke zurückgebaut werden — 1.500–4.000 Euro.

Dachgauben undicht oder marode. Alte Dachgauben mit Bitumeneindeckung der Wangen, defekten Anschlüssen oder undichten Fenstern werden bei der Sanierung mit überarbeitet — 850–2.500 Euro pro Gaube.

Photovoltaik-Anlagenversetzung. Wenn eine PV-Anlage besteht, muss der Solarteur die Module abbauen und nach Eindeckung wieder montieren — 800–1.500 Euro pro Anlage. Bei Sanierung bietet sich In-Dach-PV als Ersatz an.

Dachrinnenmodernisierung. Alte Zinkrinnen sind oft korrodiert. Neue Titanzink- oder Kupferrinnen 35–55 €/lfm; Kunststoff-Rinnen 18–28 €/lfm. Fallrohre 28–48 €/lfm.

Reparatur oder Sanierung

Reparatur lohnt, wenn:

  • Das Dach unter 60 Prozent der erwarteten Lebensdauer hat
  • Der Schaden punktuell ist (gerissene Ziegel, undichter Anschluss, defekte First- oder Gratabdeckung)
  • Die Unterspannbahn noch in Ordnung ist (unter 25 Jahre)
  • Weniger als 15 Prozent der Fläche Schäden zeigen

Sanieren ist sinnvoll, wenn:

  • Die Unterspannbahn versagt (über 30 Jahre)
  • Mehrere Ziegel verschoben oder gebrochen sind
  • Mörtelfugen an First, Grat und Anschlüssen großflächig versagt haben
  • Wiederholte Reparaturen nicht gehalten haben
  • Sie eine PV-Anlage installieren möchten — erst sanieren, dann PV

Verwandte Rechner

Quellen: ZVDH-Fachregeln Dachdeckungen 2026; DIN 1991-1-3 (Schneelasten); DIN 4108-3 (Klimabedingter Feuchteschutz); Gebäudeenergiegesetz GEG 2024; Bundesarbeitsgemeinschaft der Mittel- und Großbetriebe des Einzelhandels — Dach; ZVDH-Branchenumfrage 2026; Verbraucherzentrale Bauberatung 2026; technische Datenblätter Braas, Erlus, Creaton, Rathscheck, Wienerberger.

Häufig gestellte Fragen

Was kostet eine neue Dacheindeckung in Deutschland 2026?
Eine vollständige Dachsanierung mit Abriss, Aufdoppelung der Dämmung und neuer Eindeckung kostet 2026 in Deutschland je nach Material zwischen 140 und 280 Euro pro Quadratmeter. Ein typisches Einfamilienhaus mit 130 m² Dachfläche liegt also bei 18.000 bis 36.000 Euro für Betondachsteine, 22.000 bis 42.000 Euro für Tonziegel und 35.000 bis 65.000 Euro für Naturschiefer. Quelle: ZVDH-Branchenumfrage 2026; Verbraucherzentrale Bauberatung.
Brauche ich eine Baugenehmigung für eine Dachsanierung?
Eine reine Erneuerung der Eindeckung ohne Veränderung der Dachform ist in den meisten Bundesländern verfahrensfrei. Sobald jedoch die Dämmung erneuert wird, greift das Gebäudeenergiegesetz (GEG 2024) — bei Sanierung von mehr als 10 Prozent der Bauteilfläche muss der U-Wert höchstens 0,20 W/m²K betragen (entspricht etwa 180 mm PIR-Dämmung). Bei Veränderung der Dachneigung, Auf- oder Abstockung, oder Anbau von Dachgauben ist eine Bauanzeige oder ein Genehmigungsverfahren nach Landesbauordnung erforderlich.
Welches Dachmaterial ist am günstigsten?
Betondachsteine (Braas Frankfurter Pfanne, Erlus E58, Nelskamp F10) sind mit 22 bis 35 Euro pro Quadratmeter das günstigste Eindeckungsmaterial. Tonziegel (Erlus, Creaton, Wienerberger) liegen bei 32 bis 55 Euro pro Quadratmeter. Naturschiefer ab 75 Euro pro Quadratmeter. Trapezblech aus verzinktem Stahl ab 28 Euro pro Quadratmeter. Bei den Lohnkosten ist die einfache Großziegel-Eindeckung am schnellsten — kompliziertere Schieferdeckung mit altdeutscher Art kann doppelt so viel Zeit benötigen.
Wie lange hält ein Dach in Deutschland?
Tonziegel halten 80–100 Jahre, Betondachsteine 50–60 Jahre, Naturschiefer (Mosel-, Sauerlandschiefer) 100+ Jahre. Die Unterspannbahn unter den Ziegeln ist häufig die Schwachstelle — sie versagt oft schon nach 30–40 Jahren, lange vor den Ziegeln. Eine umlaufende Inspektion alle 5 Jahre durch einen Innungsdachdecker verlängert die Nutzungsdauer signifikant. Verschnürte Firstziegel und Mörtelfugen sollten nach 15–25 Jahren überprüft werden.
Brauche ich ein Gerüst für die Dachsanierung?
Ja, in fast allen Fällen. Die DGUV Vorschrift 38 und die TRBS 2121 schreiben Absturzsicherung bei Arbeiten ab 2 m Höhe vor. Ein Standardgerüst für ein Einfamilienhaus kostet 1.200 bis 2.800 Euro für die Sanierungsdauer. Bei Reihenhäusern und Doppelhaushälften kann ein gemeinsames Gerüst die Kosten halbieren. Versuchen Sie, andere Außenarbeiten (Fassade streichen, Fensterputzen, Regenrinne) gleichzeitig zu erledigen.
Übernimmt die Wohngebäudeversicherung Dachsanierungen?
Nein, nicht bei altersbedingtem Verschleiß. Die Wohngebäudeversicherung deckt nur Schäden durch versicherte Gefahren — Sturm (ab Windstärke 8), Hagel, umgestürzte Bäume oder Brand. Bei Dächern älter als 25 Jahre setzen viele Versicherer einen erheblichen Zeitwert-Abzug an. Mit einer Neuwertversicherung erhalten Sie bei Sturmschaden meist die volle Erstattung minus Selbstbehalt. Wichtig: Vor Schadensmeldung Sachverständigenbericht einholen — Versicherer lehnen Wartungsmängel-Schäden routinemäßig ab.
Was ist der Unterschied zwischen Aufsparrendämmung und Zwischensparrendämmung?
Bei der Aufsparrendämmung wird die Dämmung als durchgehende Schicht oberhalb der Sparren verlegt — wärmebrückenfrei, ideal bei Sanierung mit ohnehin nötiger neuer Eindeckung. PIR-Aufsparrendämmung 180 mm: 65–95 Euro pro Quadratmeter. Bei der Zwischensparrendämmung füllt Mineralwolle den Raum zwischen den Sparren — günstiger (35–55 Euro pro Quadratmeter), aber Wärmebrücken über die Sparren bleiben. GEG 2024 erlaubt beides, aber Aufsparrendämmung erreicht den geforderten U-Wert leichter.
Lohnt sich eine Photovoltaikanlage zusammen mit der Dachsanierung?
Auf jeden Fall — Sanierung und PV-Installation gleichzeitig sparen 2.500 bis 4.500 Euro Doppelaufwand. Das Gerüst steht ohnehin, der Dachdecker und der Solarteur können Befestigungspunkte für die Module direkt im Dachaufbau planen. In-Dach-Anlagen (anstatt Aufdach) ersetzen die Eindeckung und sehen optisch besser aus. Förderung über KfW 458 (Heizungstausch und Sanierung) oder BAFA-Bundesförderung (Effiziente Gebäude) deckt häufig 15–35 Prozent der Sanierungskosten ab.

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