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Dachsanierung Rechner

Planen Sie Ihre komplette Dachsanierung 2026: Abriss, Lattung, Unterspannbahn, Eindeckung und alle Kosten in €/m² — detailliert nach Position aufgeschlüsselt.

Roof Replacement Calculator

Plan the full replacement project: tear-off, disposal, decking allowance, code upgrades, crew duration, and total installed cost — all matched to your locale's currency and labour rates.

Estimated total replacement cost
30.057 €
162 €/m² · 22.3 squares · Betondachstein
Annualised over 50-year service life: 601 €/yr · Project duration: 1 day(s) on a 4-person crew
Material
5.900 €
Labour
13.026 €
Tear-off
3.403 €
Disposal
2.581 €
Underlay
1.598 €
Deck repair
885 €
Code upgrades
1.789 €
Permit + misc
875 €
Surface area
208 m²
slope factor 1.122
Crew time
3.3 man-days
1 day(s) wall-clock
Debris
9,124 kg
~24 cu yd skip

Was diese Berechnung macht

Dieser Rechner ermittelt die Komplettkosten einer geneigten Dachsanierung in Deutschland, aufgeschlüsselt wie das Angebot eines ZVDH-Mitgliedsbetriebs:

  • Material — Dachsteine oder Ziegel, Firstziegel, Lattung, Konterlattung, Unterspannbahn, Befestiger
  • Arbeitslohn — angepasst an Dachneigung, Komplexität und Materialhandhabung
  • Abbruch — bestehende Eindeckung, ggf. mehrere Lagen
  • Entsorgung — Containerstellung und Deponiegebühren
  • Lattung und Unterspannbahn — Konter- und Traglattung nach DIN 1052, hochreißfeste Unterspannbahn nach DIN 4108-3
  • Schalung-/Sparrenausbesserung — % der Fläche für Holzersatz
  • Energetische Aufrüstung — Aufsparrendämmung, Dampfbremse, GEG-Konformität

Zusätzlich Schätzung der Bauzeit und Schuttmenge / Containergröße.

Bedienung

  1. Grundfläche des Daches — m² in Draufsicht. Die Dachfläche wird automatisch über den Neigungsfaktor berechnet.
  2. Dachneigung — typische deutsche Dächer 30–45° (Satteldach), Walmdächer flacher.
  3. Neue vs. bestehende Eindeckung — bestimmt Materialkosten und Entsorgungsgewicht.
  4. Anzahl der Lagen — meist eine Lage; doppelte Lagen kommen bei alten Bitumendächern vor.
  5. Region — München, Hamburg, Frankfurt +15–25 %; Berlin, Köln, Stuttgart +5–10 %; ländliche Regionen Ostdeutschlands –10–15 %.
  6. Holzschäden-Reserve — 8–15 % bei Häusern über 30 Jahre; bei Holzschalung pre-1970 oft 20–30 %.
  7. GEG-Aufrüstung — bei energetischer Sanierung muss Aufsparrendämmung mit eingerechnet werden (siehe BEG-Förderung).

Typische Sanierungskosten 2026

Für ein 150 m² Einfamilienhaus-Dach (Grundfläche), mittlere Region:

Material€/m² eingebautGesamtkostenBauzeit
Betondachstein110–185 €16.500–28.000 €6–9 Tage
Tonziegel (Doppelmuldenfalz)145–235 €22.000–35.000 €8–12 Tage
Hochwertiger Tonziegel (Reformziegel, Hohlpfanne)180–290 €27.000–43.500 €10–14 Tage
Naturschiefer (Altdeutsche Deckung)240–420 €36.000–63.000 €12–18 Tage
Trapezblech / Wellblech95–150 €14.300–22.500 €4–6 Tage
Stehfalzdach (Zink, Aluminium)195–340 €29.500–51.000 €8–12 Tage
Holzschindel260–400 €39.000–60.000 €10–14 Tage

Quellen: ZVDH Marktumfrage 2026; MyHammer Handwerker-Index Q1 2026; Daa.net Vergleichspreise 2026; Verbraucherzentrale Energieberatung 2026.

Regionale Preisunterschiede

Die Lohnkosten machen den Großteil der regionalen Varianz aus:

  • Hochpreis (+15–25 %): München, Stuttgart, Frankfurt am Main, Hamburg, Düsseldorf
  • Über Durchschnitt (+5–10 %): Berlin, Köln, Bonn, Mainz, Karlsruhe
  • Bundesdurchschnitt: Hannover, Bremen, Dortmund, Nürnberg, Leipzig
  • Unter Durchschnitt (–10–15 %): Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Brandenburg außerhalb Berlin, ländliches Thüringen

Bei energetischer Komplettsanierung kann durch BEG-Förderung der Effektivpreis um 20 % gesenkt werden.

Vorgaben nach Fachregeln

Die Fachregeln des Deutschen Dachdeckerhandwerks (Stand 2026) verlangen:

  • Konterlattung — mindestens 30×50 mm, hinter Unterspannbahn
  • Traglattung — Querschnitt nach Sparrenabstand, Mindestmaß 30×50 mm
  • Unterspannbahn — wasserdicht, dampfdiffusionsoffen (sd ≤ 0,3 m), nach DIN 4108-3
  • Sturmsicherung — pro Eindeckung nach Windlastzone (DIN 1991-1-4): Klammern, Schrauben oder Sturmklammern
  • Belüftung — Lüftungsquerschnitt First/Traufe gemäß Fachregeln
  • Dampfbremse bei beheiztem Dachgeschoss — sd ≥ 1,5 m

Diese Positionen kosten zusätzlich 1.500–3.500 € im Vergleich zu prä-2010-Standards.

Häufige Stolpersteine

Asbestzement-Unterdach (vor 1993). Rückbau nach TRGS 519 erforderlich, 30–60 €/m² Mehrkosten, Sachkundenachweis erforderlich.

Teerpappe (vor 1985). Als gefährlicher Abfall zu entsorgen, ca. 200–400 €/m³ Aufpreis.

Dachfenster. Bei Sanierung mit erneuern — Velux GGL-Fenster Austausch 850–1.500 € pro Stück inklusive Eindeckrahmen.

Schornsteinanschluss. Bleianschluss bei jeder Sanierung erneuern, ca. 250–550 € pro Schornstein.

Photovoltaik. Demontage und Wiedermontage einer 8 kWp-Anlage 1.800–3.500 €. Vor PV-Installation immer das Dach erneuern.

Vogelschutzgitter. Lüftung erst öffnen wenn Gitter eingebaut — Verbraucherzentrale empfiehlt First- und Traufgitter bei jeder Erneuerung.

Reparatur vs. Sanierung

Reparatur sinnvoll bei: Dach unter 60 % der erwarteten Lebensdauer, lokal begrenzte Schäden, intakte Lattung und Unterspannbahn, keine sichtbaren Wassereinträge an Sparren.

Komplettsanierung bei: Dach über 75 % der Lebensdauer, Unterspannbahn versprödet (alle pre-2000-Bahnen), Lattung morsch, mehrere undichte Stellen, oder geplante PV-Installation in den nächsten 5 Jahren.

Verwandte Rechner

Quellen: ZVDH (Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks) Marktumfrage 2026; Fachregeln des Deutschen Dachdeckerhandwerks (Ausgabe 2024); GEG (Gebäudeenergiegesetz, in Kraft seit 2024); DIN 4108-3 (Klimabedingter Feuchteschutz); DIN 1991-1-3 (Schneelasten); BEG-Einzelmaßnahmen-Richtlinie 2026; MyHammer und Daa.net 2026 Marktdaten.

Häufig gestellte Fragen

Wie teuer ist eine komplette Dachsanierung 2026 in Deutschland?
Eine komplette Dachsanierung eines typischen Einfamilienhauses (150 m² Dachfläche) mit Betondachstein kostet 2026 zwischen 18.000 € und 32.000 €, inklusive Abriss, Lattung, Unterspannbahn, Dampfbremse, Dachrinnen und Entsorgung. Tonziegel liegen bei 25.000 € bis 42.000 €. Naturschiefer bei 38.000 € bis 65.000 €. München, Hamburg und Frankfurt liegen 15–25 % über dem Bundesdurchschnitt; ländliche Regionen Ostdeutschlands 10–15 % darunter. Quelle: ZVDH Marktumfrage 2026, MyHammer und Daa.net Q1 2026 Vergleichsdaten.
Wie lange dauert eine Dachsanierung?
Eine Standard-Dachsanierung von 150 m² mit Betondachstein dauert mit einem vier-köpfigen Trupp 6 bis 9 Werktage von Abriss bis Endreinigung. Tonziegel benötigen 8 bis 12 Tage. Naturschiefer 12 bis 18 Tage, da jeder Schiefer einzeln geschnitten und montiert wird. Hinzu kommen 1–2 Tage für Gerüstaufbau und Abbau. Wetter ist die größte Variable — Regenphasen verlängern Projekte üblicherweise um 2 bis 5 Tage.
Komplette Eindeckung oder nur Aufdoppelung?
Aufdoppelung ist nach den Fachregeln des Deutschen Dachdeckerhandwerks praktisch ausgeschlossen — bei Ziegel oder Schiefer immer Komplettabriss. Aufdoppelung verbirgt Schäden an Schalung und Sparren, fügt 30–60 kg/m² Eigengewicht hinzu (statisch oft kritisch), und macht Garantien des Eindeckungsmaterials nichtig. Der Komplettabriss kostet 12–18 €/m², deckt aber Holzschäden auf und ermöglicht moderne Unterspannbahnen und Dampfbremsen nach DIN 4108.
Welche Dämmung schreibt das GEG 2024 vor?
Das Gebäudeenergiegesetz (GEG, gültig seit 2024) verlangt bei Dacherneuerung einen U-Wert von höchstens 0,24 W/(m²·K) für oberste Geschossdecken bzw. Dachflächen über beheizten Räumen. Das entspricht etwa 18–22 cm Mineralwolle WLG 035 oder 14–18 cm PIR/PUR. Aufsparrendämmung kostet 65–110 €/m² zusätzlich; Zwischensparrendämmung 35–60 €/m². Förderung über BAFA / KfW (BEG-Einzelmaßnahmen) erstattet bis zu 20 % der Kosten.
Welche Förderungen gibt es 2026?
Die BEG-Einzelmaßnahmen-Förderung (BAFA-Antrag bei Dämmung allein, KfW bei Komplettsanierung) erstattet 2026: 15 % Grundförderung + 5 % iSFP-Bonus (mit individuellem Sanierungsfahrplan eines Energieberaters), maximal 30.000 € förderfähige Kosten pro Wohneinheit. Wichtig: Antrag VOR Beginn der Arbeiten. Steuerlich absetzbar nach §35c EStG: 20 % über 3 Jahre, max. 40.000 €.
Wer trägt die Kosten bei Sturmschäden?
Die Wohngebäudeversicherung deckt nur plötzliche Versicherungsfälle ab — Sturm ab Windstärke 8 (62 km/h, dokumentiert über DWD-Stationsdaten), Hagel, Blitz, umgestürzte Bäume. Altersbedingter Verschleiß, Moosschäden, langsam eindringende Feuchtigkeit sind nicht versichert. Nach einem Sturm: sofort fotografieren, Schaden binnen einer Woche der Versicherung melden, schriftliches Gutachten eines Dachdeckermeisters einholen. Die Versicherung bezahlt häufig nur den Zeitwert bei Dächern älter als 25 Jahre.
Welche Container brauche ich für den Abbruch?
150 m² Betondachsteine wiegen ca. 7–9 Tonnen, das entspricht einem 7 m³ Absetzcontainer. Tonziegel ähnlich. Schiefer leichter (4–5 t bei 150 m²), aber teurer in der Entsorgung wegen Sondertarif. Asbestzement-Unterdach (vor 1993) erfordert zertifizierten Rückbau nach TRGS 519 — Aufpreis 30–60 €/m². Dachpappenabriss (vor 1985 oft teerhaltig) ist als gefährlicher Abfall zu deklarieren.
Wie finde ich einen seriösen Dachdecker?
Empfohlen sind Mitgliedsbetriebe der ZVDH-Innungen (Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks) — diese garantieren Meisterbetrieb-Qualität und Anwendung der Fachregeln. Mindestens drei schriftliche Angebote einholen mit detaillierter Position pro Position: Gerüst, Abriss, Konterlattung, Dachlattung, Unterspannbahn (Marke und U-Wert), Eindeckung (Hersteller, Produktlinie), Dachrinnen, Entsorgung. Bei Dämmung zusätzlich Energieberater einschalten. Vorsicht bei Angeboten mehr als 25 % unter den anderen — meist mit minderwertiger Unterspannbahn oder ohne Konterlattung.

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