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Dachflächenrechner

Kostenloser Dachflächenrechner. Berechnen Sie die tatsächliche Dachfläche in m² für Satteldach, Walmdach, Pultdach und L-Form aus Grundfläche, Dachneigung und Dachüberstand.

Roof Area Calculator

|
Grundfläche
125.44
Dachfläche
140.78
Sparrenlänge
5.5
m · slope ×1.122 · 27°
Quadrate
15.15
1 Quadrat = 9,29 m²

Funktionsweise dieses Dachflächenrechners

Geben Sie Gebäudelänge, Gebäudebreite, Dachüberstand und Dachneigung in Grad ein. Der Rechner liefert die tatsächliche Dachfläche in Quadratmetern, die Sparrenlänge, den Neigungsfaktor und den Wert in Quadrat (1 Quadrat = 9,29 m²). Wählen Sie die Dachform — Satteldach, Walmdach, Pultdach oder L-förmig — und die Geometrie passt sich automatisch an.

Der Rechner funktioniert für jede Neigung von 1° (Flachdach) bis 75° (steiles Mansard-Oberdach), abgedeckt sind also vom Pultanbau bis zum bayerischen Steildach alle gängigen Konfigurationen.

Die Geometrie, hergeleitet

Die Dachneigung verstärkt die horizontale Projektion um den Neigungsfaktor:

Neigungsfaktor = 1 / cos(Dachneigung in Grad)

Bei 22° beträgt der Faktor 1,079; bei 30° = 1,155; bei 45° = 1,414. Die Dachfläche eines rechteckigen Sattel- oder Walmdaches ist:

Dachfläche (m²) = (Länge + 2·Überstand) × (Breite + 2·Überstand) × Neigungsfaktor

Beim Pultdach (Mono-Neigung über die ganze Grundfläche) bleibt die Formel gleich. Beim L-förmigen Dach werden zwei Rechtecke einzeln berechnet und addiert.

Eingabe-Hinweise für deutsche Häuser

  • Länge × Breite — am Sockel oder zur Traufe in Metern messen. Typisches Einfamilienhaus 9 × 9 m; Reihenhaus 5–6 × 9 m; freistehendes Doppelhaus 11 × 10 m.
  • Dachneigung — mit digitalem Neigungsmesser am Ortgang ablesen oder von der Sparrenunterseite. DIN 18338 verlangt mindestens 22° für Standard-Tonziegel mit Regeldachneigung.
  • Dachüberstand — moderne Häuser 40–60 cm; Passivhäuser 60–90 cm.

Preisrahmen Deutschland (2026)

Sobald Sie die Fläche haben, lässt sich das Budget kalkulieren. Aktuelle ZVDH-Mitglieder, MyHammer und Verbraucherzentrale-Daten für 2026 ergeben:

Eindeckung€ / m² inkl. MontageÜbliche Neigung
Betondachstein (Braas, Nelskamp)75–11022°+
Tondachziegel Standard (Erlus, Creaton)95–14522°+
Naturschiefer (Rathscheck Schiefer)175–28025°+
Faserzement-Dachplatten (Eternit, Cembrit)105–15022°+
Stehfalz-Aluminium oder Zink (Rheinzink, VMZINC)195–2907°+
Bitumenschindeln (IKO, Onduline)65–9515°+
Reet / Schilf (norddeutsche Tradition)220–35045°+
EPDM / PVC Flachdachbahn95–1351°+

Ein 130 m² Walmdach mit Tondachziegel zu 110 €/m² ergibt einen Auftragswert von rund 14.300 € zuzüglich Gerüst (typisch 1.200–2.500 € bei zweigeschossig) und Müllcontainer (250–500 €). BAFA und KfW (BEG-Einzelmaßnahme 442/261) fördern energetische Dachsanierungen mit Aufdachdämmung — beim 0,14 W/m²K-Ziel werden 18% Zuschuss auf die Investitionssumme erstattet.

Häufige Fehler

Grundfläche statt Dachfläche kalkulieren. Eine 9 × 9 m Grundfläche bei 45° sind 81 m² horizontal, aber 115 m² Dach. Die Differenz reicht für ein Carportdach.

Überstand vergessen. Ein Überstand von 0,5 m an einer 9 × 9 m Grundfläche fügt 19 m² hinzu, bevor der Neigungsfaktor angewendet wird — bei Tonziegeln rund 1.900 € Materialkosten.

Verschnitt nicht einrechnen. Die berechnete Fläche ist die geometrische Wahrheit. Beim Bestellen kommen 5–15% Verschnitt obendrauf je nach Dachform und Anzahl der Gauben.

Schornsteinflächen abziehen. Schornsteine, große Dachfenster und Gauben werden bei der Bestellung nicht abgezogen, weil dort Anschlussbleche, Eindichtbänder und Mehrarbeit erforderlich sind. Die Fläche bleibt brutto.

Normen und Vorschriften

  • DIN EN 1991-1-3/NA:2024 — Schneelasten (Eurocode 1) mit nationalem Anhang Schneelastzonen.
  • DIN 18338:2019 — Dachdeckungs- und Dachabdichtungsarbeiten (VOB Teil C).
  • Fachregeln des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH) — Regeldachneigungen, Mindestüberdeckung, Lattenabstand, Unterdachprodukte.
  • GEG 2024 — Gebäudeenergiegesetz mit U-Wert-Anforderungen für Dachsanierungen (≤ 0,14 W/m²K für die thermische Hülle).
  • DIN 4108-3 — Klimabedingter Feuchteschutz, Aufdach- und Zwischensparrendämmung.
  • Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) — KfW 261/461, BAFA-Einzelmaßnahmen.

Zusammenspiel mit dem Rest des Projekts

Sobald Sie die Dachfläche haben, dimensionieren Sie das Tragwerk mit dem Sparrenrechner, kalkulieren das Budget mit dem Dachkostenrechner und vergleichen Materialien mit dem Dacheindeckungs-Kostenrechner. Für die PV-Auslegung teilen Sie die Fläche nach Himmelsrichtung auf und ziehen die DIN-VDE-Randabstände ab.

Die Dachfläche ist die zentrale Kennzahl jedes deutschen Dachprojekts. Sind die Quadratmeter einmal sauber berechnet, fügen sich Materialbestellung, Förderantrag, Tragwerksplanung und ZVDH-konformer Aufbau ohne weitere Korrekturen aneinander.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Grundfläche und Dachfläche?
Die Grundfläche ist die senkrechte Projektion des Hauses auf den Boden — Länge × Breite. Die Dachfläche ist die tatsächliche geneigte Oberfläche, immer größer als die Grundfläche, weil das Dach geneigt ist. Ein 9 × 7 m Bungalow mit 30° Dachneigung hat 63 m² Grundfläche, aber etwa 73 m² Dachfläche. Material wird immer nach Dachfläche bestellt, nie nach Grundfläche.
Welche Dachneigung ist in Deutschland üblich?
Satteldächer in Norddeutschland: 30–45°. Bayern und Allgäu: 45–60°. Walmdächer: 25–35°. Flachdächer: bis 5°. Pultdächer auf modernen Anbauten: 8–15°. Die Fachregeln des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH) legen Mindestneigungen je Eindeckungsmaterial fest — etwa 22° für Tonziegel mit Standardüberdeckung.
Wie viel Verschnitt sollte ich für Ziegel einplanen?
Für ein einfaches Satteldach 5–7%, für Walmdach mit Kehlen 10–12%, für komplexe Dächer mit Gauben und mehreren Kehlen 12–15% — gemäß ZVDH Fachregel und Verbraucherzentrale. Die berechnete Dachfläche ist der geometrische Wert; der Verschnitt wird beim Materialeinkauf zusätzlich aufgeschlagen.
Welcher Dachüberstand ist üblich?
Typische Dachüberstände in Deutschland: 30–60 cm an Traufe und Ortgang. Passivhäuser und Holzhäuser haben oft 60–90 cm. Der Rechner addiert den Überstand auf allen vier Seiten zur Grundfläche, bevor der Neigungsfaktor angewendet wird.
Wie wirkt sich die DIN 1991-1-3 Schneelast auf die Berechnung aus?
Die Schneelast verändert die Dachfläche selbst nicht, aber sie beeinflusst die Tragwerksdimensionierung. DIN EN 1991-1-3/NA legt Schneelastzonen 1, 1a, 2, 2a, 3 fest mit Bodenschneelasten von 0,65 bis 2,80 kN/m². Bei steileren Dächern (>30°) wird die Schneelast über den Formbeiwert reduziert. Die Dachfläche ist die Bemessungsgrundlage für Material und Belastung gleichzeitig.
Brauche ich die Dachfläche für PV-Anlagen?
Ja — die Auslegung einer PV-Anlage geht von der nutzbaren Dachfläche pro Ausrichtung aus. Vom berechneten Gesamtwert ziehen Sie 60–100 cm Randabstand am First, an Kehlen und Traufen ab (gemäß DIN VDE V 0185-712 und MFG-Bedingungen) und teilen nach Himmelsrichtung. Eine 200 m² Dachfläche liefert typisch 80–130 m² nutzbare Südfläche bei einem Walmdach.

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