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Dachkostenrechner — Angebotskalkulation

Kostenloser Dachkostenrechner. Erstellen Sie ein vollständiges Dachdecker-Angebot mit Positionen, Gemeinkosten, Wagnis & Gewinn, Sicherheitszuschlag und 19 % MwSt. — plus Gut/Besser/Beste-Variante und 30/40/30 Zahlungsplan.

Roof Estimate Calculator

Build a contractor-style itemised estimate: direct cost, overhead, profit, contingency and tax — plus a 3-tier good/better/best proposal, crew schedule and draw schedule.

Markup chain (contractor inputs)
Estimated proposal total
51.971 €
232 €/m² installed · Betondachstein · 24.2 squares
Crew of 4 → ~10.1 working days · 323 labour hours · gross margin 19.5%
Good (basic finish)
44.695 €
3-tab / utility-grade
Better (recommended)
51.971 €
As specified above
Best (premium)
61.326 €
Designer + extended warranty
Itemised line breakdown
Material
6.379 €
Labour
14.082 €
Tear-off
3.679 €
Disposal
2.156 €
Underlay
1.728 €
Deck repair
957 €
Code upgrades
1.878 €
Permit
614 €
Direct cost
31.472 €
+ Overhead
5.665 €
+ Profit
4.456 €
+ Contingency
2.080 €
+ Tax
8.298 €
Draw schedule (30 / 40 / 30)
Deposit (signing)
15.591 €
Midpoint (dry-in)
20.788 €
Final (sign-off)
15.591 €

So funktioniert dieser Dachkostenrechner

Die meisten Online-Rechner geben Ihnen eine einzige Zahl. Ein echtes Dachdecker-Angebot besteht aus sechs Schichten — Direktkosten, Gemeinkosten, Wagnis & Gewinn, Sicherheitszuschlag, MwSt. und der Zahlungsplan. Dieser Rechner zeigt alle sechs.

Geben Sie die Grundfläche in m², die Dachneigung in Grad, das Material, die Komplexität und die Region ein und passen Sie die Zuschlagskette an die Art von Betrieb an, die Sie vergleichen — ein Soloselbständiger rechnet mit 12 % Gemeinkosten und 10 % Gewinn; ein Generalunternehmer mit 25 % und 15 %.

Das Ergebnis ist ein angebotsfertiges Dokument: Positionsweise Aufschlüsselung in EUR, Gut/Besser/Beste-Variante, Bruttomarge, Lohnstunden-Schätzung nach Kolonnenstärke und ein 30/40/30 Zahlungsplan.

Die Zuschlagskette — wie aus Selbstkosten ein Angebotspreis wird

Direktkosten = Material + Lohn + Rückbau + Container + Unterspannbahn + Lattung + First + Genehmigung
+ Gemeinkosten = Direkt × AGK%        (Fahrzeug, Haftpflicht, BG, Büro, Marketing)
+ Wagnis/Gewinn = (Direkt + AGK) × W&G%
+ Sicherheits   = Zwischensumme × Sicherheits%
+ USt.          = Zwischensumme × 19 %
= Bruttoangebot

Die Zuschläge multiplizieren sich, sie addieren sich nicht. 20 % Gemeinkosten auf 25.000 € Direktkosten sind 5.000 € — nicht 2.500 €. Deshalb wird aus 28.000 € Material und Lohn auf einer Aufnahmeskizze am Ende ein 42.000 € Angebot mit MwSt. Die Zuschlagskette deckt das Fahrzeug, die 5 Mio. € BBG-Versicherung, die Berufsgenossenschaft (BG BAU bis 8 % vom Lohn), die SOKA-Bau-Beiträge, die Lohnfortzahlung in Schlechtwetterperioden und die 1 von 5 Aufträgen, bei denen versteckter Schaden entdeckt wird.

Die Mathematik — von Grund auf hergeleitet

Neigungsfaktor = sqrt(1 + tan(°)²)
Dachfläche     = Grundfläche × Neigungsfaktor

Eine 200 m² Grundfläche bei 35° Dachneigung hat einen Neigungsfaktor von 1,221, also 244 m² Dachfläche. Tonziegel-Material kostet etwa 25 €/m² verlegt, Lohn etwa 38 €/m² verlegt; Rückbau 17 €/m² und Container/Entsorgung 9 €/m². Mit Diffusionsoffener Unterspannbahn nach DIN 4108-3, GEG-2024-konformer Aufdachdämmung 16 cm und einer Bauanzeige liegen die Direktkosten bei rund 21.500 €.

Mit der Zuschlagskette (18 % AGK, 12 % W&G, 5 % Sicherheits, 19 % USt.) kommt das Angebot auf etwa 35.700 € — rund 66 % über den Direktkosten. Allein die MwSt. macht etwa 5.700 € des Aufschlags aus.

Region — warum München-Angebote 25 % höher liegen

TarifFaktorBeispiele
Niedrig0,85Sachsen-Anhalt, MV, Brandenburg, Thüringen, ländliche Bereiche
Mittel1,00Hannover, Leipzig, Dresden, Bremen, Nürnberg
Hoch1,28München, Hamburg, Stuttgart, Frankfurt, Köln/Düsseldorf

Die hohen Tarife reflektieren den BRTV-Tariflohn (Bayern + BW liegen 18 % über NRW), höhere Container- und Anwohnerparkscheine in der Innenstadt, strengere SiGeKo-Vorgaben bei dichter Bebauung und das Lizenz- und Versicherungsumfeld, das den Anbieterpool auf höherpreisige Betriebe reduziert. Die ZVDH-Statistik 2026 zeigt einen Spread von 27 % zwischen Magdeburg und München-Preisen.

Kolonnenstärke und Lohnstunden-Schätzung

Der Rechner teilt die Lohnkosten (Lohn + Rückbau) durch den belasteten Stundensatz (Standard 55 €/h — beinhaltet Tariflohn, AGAP, BG, SOKA-Bau-Anteil und Werkzeugzuschlag) und teilt durch Kolonnenstärke × 8 Stunden, um Arbeitstage zu schätzen.

Eine 4-Mann-Kolonne auf der 200 m² Tonziegel-Sanierung oben benötigt rund 175 Lohnstunden, also 5–6 Arbeitstage. Das entspricht der ZVDH-Fachregel-Empfehlung von 35–40 m² gestrippt und neu eingedeckt pro Kolonnentag bei mittlerer Komplexität.

Bauanzeige, GEG 2024 und KfW-Förderung

Eine vollständige Dacherneuerung ist nach Landesbauordnung in den meisten Bundesländern verfahrensfrei (Bayerische BauO Art. 57, NRW BauO § 62), sofern keine statischen Eingriffe erfolgen. Aber: Wird mehr als 10 % der Dachfläche neu gedeckt, greift § 47 GEG 2024 — die Aufsparrendämmung muss U ≤ 0,14 W/(m²·K) erreichen.

Förderungen, die in das Angebot eingerechnet werden sollten:

  • BAFA Einzelmaßnahmenförderung 15 % (Bonus +5 % mit individuellem Sanierungsfahrplan iSFP) auf förderfähige Dachsanierungen.
  • KfW 261 / 461 Effizienzhaus-Förderung für Komplettsanierungen.
  • BEG EM maximal 30.000 € förderfähige Kosten pro Maßnahme.
  • § 35a EStG 20 % der Lohn-/Maschinenkosten als Steuerermäßigung (max. 1.200 €/Jahr).

Die Rechnung muss Lohn- und Materialanteil getrennt ausweisen, und die Förderung muss vor Auftragserteilung beantragt werden — eine BAFA-Förderung nachträglich beantragen geht nicht.

Zahlungsplan — was nach BGB üblich ist

ZVDH-Innungsbetriebe verwenden meist:

  • 30 % Anzahlung bei Auftragserteilung — Materialbestellung, Container-Reservierung.
  • 40 % Abschlagszahlung nach erreichter Wasserdichtheit (Unterspannbahn + Lattung fertig) — § 632a BGB nachweisbarer Wertzuwachs.
  • 30 % Schlusszahlung nach Abnahme.

5 % Sicherheitseinbehalt für die zweijährige Gewährleistung (oder fünf Jahre nach VOB/B § 13) ist üblich — wird gegen Bürgschaft sofort oder nach Ablauf zurückgezahlt. Niemals bar bezahlen — die § 35a-EStG-Steuerermäßigung verlangt Überweisung mit Beleg.

Die Gut/Besser/Beste-Variante

  • Gut (86 %): Betondachstein (Braas Tegalit, Nelskamp), 30 Jahre Materialgarantie, einfacher Trockenfirst.
  • Besser (100 %, empfohlen): Tonziegel Frankfurter Pfanne (Creaton, Erlus, Wienerberger) oder Trapezblech, BBA-zertifizierte Unterspannbahn, dichter First nach ZVDH-Fachregel.
  • Beste (118 %): Naturschiefer altdeutsche Deckung (Rathscheck) oder Biberschwanz Doppeldeckung (Erlus E58), 50–125 Jahre Materialgarantie + 10 Jahre Gewährleistung.

Quellen

  • ZVDH (Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks) — Fachregeln 2026, Kosten-Index.
  • DIN EN 1991-1-3 NA — Schneelasten.
  • DIN EN 1991-1-4 NA — Windlasten.
  • DIN 18338 — Dachdeckungsarbeiten (VOB/C).
  • DIN 4108-3 — Klimabedingter Feuchteschutz.
  • GEG 2024 (Gebäudeenergiegesetz) — § 47 Dachsanierung.
  • BAFA Förderrichtlinie BEG-Einzelmaßnahmen 2026.
  • KfW Programme 261/461 (Effizienzhaus).
  • TRGS 519 — Asbest, Abbrucharbeiten.
  • VOB/B — Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen.
  • § 35a EStG — Handwerkerleistungen Steuerermäßigung.
  • MyHammer und Verbraucherzentrale 2026 — Marktpreis-Erhebungen.

Verwendung mit den anderen Rechnern

Für eine reine Materialkostenschätzung ohne Zuschläge: Dachkostenrechner. Für eine Niedrig/Mittel/Hoch-Spanne mit Versicherungsszenario: Dachsanierungs-Kostenrechner. Zum direkten Vergleich von 10 Materialien: Dacheindeckungs-Kostenrechner. Wenn Sie drei reale Angebote eingeholt haben, vergleichen Sie sie Position für Position gegen diese Ausgabe und lassen Sie sich jeden Posten erklären, der mehr als 15 % abweicht.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen einem Kostenvoranschlag und einem Festpreisangebot?
Ein Kostenvoranschlag ist nach § 649 BGB unverbindlich und darf um bis zu rund 15–20 % überschritten werden, sofern die Überschreitung rechtzeitig angekündigt wird. Ein Festpreisangebot (Pauschalfestpreis) ist nach Auftragserteilung bindend. ZVDH-Innungsbetriebe geben üblicherweise nach der Bestandsaufnahme einen Kostenvoranschlag ab und wandeln ihn nach Freilegung der Lattung in ein Festpreisangebot um. Der Wert dieses Rechners liegt im Bereich Kostenvoranschlag — gut zur Budgetplanung und zum Vergleich von Bietern.
Welche Gemeinkosten und Gewinnzuschläge sind in der DACH-Region üblich?
ZVDH-Innungsbetriebe rechnen typischerweise mit 18–25 % Gemeinkosten (AGK + BGK) und 8–12 % Wagnis & Gewinn (W&G). Soloselbständige liegen bei 12–16 % AGK; größere Generalunternehmer bei 28–35 % wegen Marketing, Finanzierung und SiGeKo-Aufwand. Der Rechner setzt 18 % Gemeinkosten und 12 % Gewinn als Standard. Die kombinierte Bruttomarge (Gemein + Gewinn) liegt bei einem gesunden Auftrag bei 28–34 %.
Ist die MwSt. im Angebot enthalten?
Ja — der Rechner addiert standardmäßig 19 % USt. auf den vereinbarten Preis. Die ermäßigte 7 %-Regelung gilt nicht für Dacharbeiten. Eine Sonderregel beachten: § 35a EStG erlaubt Privatpersonen, 20 % der Lohn-, Maschinen- und Fahrtkosten (nicht Material) als Steuerermäßigung in der Einkommensteuererklärung anzusetzen — bis zu 1.200 € pro Jahr. Wichtig: Die Rechnung muss separat Lohn- und Materialanteil ausweisen, und die Zahlung muss per Überweisung erfolgen, nicht in bar.
Warum enthält jedes Angebot einen Sicherheitszuschlag?
Die Eindeckung eines Daches aus den 1960er–1980er Jahren legt häufig morsche Sparrenfüße, durchfeuchtete Unterspannbahn, Marder-Schäden in der Dämmung oder asbesthaltige Wellplatten frei. Der ZVDH-Bericht 2026 nennt 76 % aller Sanierungen mit mindestens einem Mehrkostenposten. Seriöse Betriebe kalkulieren 4–7 % Sicherheitszuschlag oder vereinbaren eine schriftliche Mehrkostenklausel nach VOB/B § 2 Abs. 5/6. Der Rechner setzt 5 % Standard.
Wird der Rückbau separat in Rechnung gestellt?
Ja — der Rückbau ist eine eigene Position, weil die Tätigkeit fundamental anders ist (Container-Stellung, Asbest-Beprobung bei vor 1993 verlegten Wellplatten, Abtransport zur Sondermülldeponie). Pre-1993 Eternit-Wellplatten müssen nach TRGS 519 von einem zertifizierten Sachkundigen ausgebaut werden — Mehrkosten 800–2.500 € einplanen. Der Rechner zeigt Rückbau und Entsorgung als separate Positionen.
Wie funktioniert die Gut/Besser/Beste-Variante in Deutschland?
Gut ist eine Basisvariante (Betondachstein, 30 Jahre Materialgarantie, einfache Firstziegel). Besser ist die spezifizierte Variante (Tonziegel-Frankfurter-Pfanne oder Trapezblech + Diffusionsoffene Unterspannbahn + dichter First nach ZVDH-Fachregeln). Beste ist eine Premium-Variante (Naturschiefer altdeutsche Deckung, Biberschwanz Doppeldeckung, 50–125 Jahre Materialgarantie + 10 Jahre Gewährleistung). Der Rechner schätzt 86 % / 100 % / 118 % der mittleren Variante.
Wie sieht der typische Zahlungsplan aus?
ZVDH-Innungsbetriebe verwenden meist 30 % Anzahlung bei Auftragserteilung (Materialbestellung, Container-Reservierung), 40 % nach erreichter Wasserdichtheit (Lattung + Unterspannbahn fertig), 30 % nach Abnahme. § 632a BGB regelt Abschlagszahlungen: Sie müssen einem nachweisbaren Wertzuwachs entsprechen. 5 % Sicherheitseinbehalt für die Gewährleistung sind nach VOB/B üblich — wird gegen Bürgschaft oder zwei Jahre nach Abnahme zurückgezahlt.
Warum kostet das gleiche Dach in München mehr als in Magdeburg?
Der Rechner verwendet drei Regions-Tarife — niedrig (×0,85), mittel (×1,00), hoch (×1,28). Niedrig deckt Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Thüringen ab. Mittel deckt die meisten Großstädte ab. Hoch deckt München, Hamburg, Stuttgart, Frankfurt, Köln/Düsseldorf ab. Die hohen Tarife reflektieren tariflich höhere Stundenlöhne (Bayern + Baden-Württemberg liegen 18 % über NRW-Tarif), höhere Container- und Anwohnerparkscheine sowie SiGeKo-Aufwand bei Stadthäusern.

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